Meditation

Erst wenn der Mensch weiß, dass Trennung von Gott, selbst für eine Sekunde, unmöglich ist, kann er beginnen, wirklich zu wissen. Gott arbeitet mit dir, aber nicht für dich!

Meditieren bedeutet, mit Gott eins zu werden. Es bedeutet, DAS DENKEN EINZUSTELLEN und so vom Körpergewahrsein frei zu werden. Wir können unseres Körpers und anderer materieller Dinge nur gewahr werden, während und weil wir denken.

... Konzentrieren bedeutet, angestrengt zu denken und Ihre Gedanken auf einen Punkt zu fokussieren. Meditieren ist genau das Gegenteil  es bedeutet, dass wir unsere Gedanken in den Raum erweitern, bis wir aufhören zu denken und in das ruhende Licht des WISSENS schreiten.
Denken ist sinnliche Wahrnehmung, und Sinneswahrnehmung ist Schwingungsbewegung. Meditieren hingegen bedeutet, still zu werden, um mit Gott zu sprechen. Wenn ich sage mit Gott sprechen', meine ich, dass wir von Seinem Licht des Allwissens inspiriert werden. Wir reden mit Gott in zeitlosem Licht. Inspiration kommt in Blitzen aus unsichtbarem Licht.

Wenn Sie irgendetwas Beliebiges wissen wollen, wünschen Sie einfach, es zu wissen, und hören Sie dann auf zu denken. Versuchen Sie, in einen Zustand der universalen Ekstase oder inneren Freudigkeit zu gelangen, das ist ein Bewusstseinszustand, der dem Gottesbewusstsein ähnlich ist. Entleeren Sie Ihren Geist von Gedanken, Gedankenformen und Ideen. Werden Sie vollkommen leer, was Ideen und Formen betrifft.

In dieser Weise verwandeln Sie sich aus einer individuellen Menschheitseinheit in die Allseele  die Universale Seele. Sie gelangen so in einen Zustand, in dem Sie nicht mehr manche Dinge materiell wahrnehmen, sondern alle Dinge kosmisch wissen.

Sie brauchen mit Sicherheit keine Anleitung dafür.

(Walter Russell, Die Botschaft der Göttlichen Iliade)

 

Walter Russell hielt wenig von formalen Techniken für Meditation und Gebet. Für ihn war das entspannte Bewusstsein von der immer bereits bestehenden Einheit mit dem Universalen Einen Bedingung für Inspirationen, die wir dann durch eigenverantwortliches, bewusstes Tun umsetzen können  und müssen, wenn wir unsere Ideen verwirklichen wollen, denn Gott arbeitet mit dir, aber nicht für dich!

Ursache und Wirkung

Das Gesetz von Ursache und Wirkung funktioniert immer. Wenn irgendetwas mit Ihnen oder mit der Welt schief läuft, sind Sie oder die Menschheit im Allgemeinen verantwortlich, nicht Gott. ...
Gott erfüllt Seinen Teil, und das ist die Schöpfung oder die Auswirkung des Kosmischen Gesetzes. Anstatt Gott zu bitten, dass Er Seinen Teil erfüllt, sollten Sie lieber Wissen über das Kosmische Gesetz erlangen, so dass Sie in Harmonie mit Gott zusammenarbeiten können, um Ihren Wunsch zu erfüllen. Alles, was bei Ihnen nicht stimmt, haben Sie selbst hervorgebracht; erwerben Sie daher Wissen über die Ursache und über das Kosmische Gesetz. ...

Menschen, die Gott um die Erfüllung Ihrer Wünsche bitten, vergessen, dass materielle Dinge nur durch gegenläufige Aktionen erschaffen werden. Materielle Dinge werden nicht durch Wunschdenken erschaffen oder durch das Reiben von Aladins Wunderlampe. Sie werden durch die Ausgewogenheit von Aktion und Reaktion erschaffen.

(Walter und Lao Russell, Fernstudienkurs Kosmisches Bewusstsein, Einheit 7, Lektion 28)

 

 

Alles ist Eins

Der Mensch muss beginnen, das einheitliche Prinzip des Menschen zu sehen und zu erkennen, dass es keine separaten Menschen oder separaten, getrennten Individuen gibt, sondern dass die gesamte Idee Mensch' eins ist. Er muss wissen, dass die ganze Menschheit mit jedem anderen Teil der Menschheit verbunden ist, alle zusammengeschweißt durch das eine allgegenwärtige Licht Gottes, das alle als EINS zentriert und alle als EINS hervorruft. Erst wenn der Mensch weiß, dass Trennung von Gott, selbst für eine Sekunde, unmöglich ist, kann er beginnen, wirklich zu wissen.

(Walter Russell, Die Botschaft der Göttlichen Iliade)

 

Nicht sehen sondern wissen

Oft ist behauptet worden, der menschliche Geist könne Gott nie begreifen. Diese Aussage beruhte auf der Annahme, dass wir Gott nie begreifen könnten, weil unsere Sinne Gott nicht entdecken können.

Es stimmt, dass wir Gott nicht sehen können, aber wir können um Ihn WISSEN. Und hier liegt die Essenz des Denkens für dieses neue Zeitalter. In den nächsten hundert Jahren wird der geistige Fortschritt in der Kultur unserer Zivilisation so groß sein, wie er in den vorangegangenen hundert Jahren physikalisch war. Was wir nicht sehen können, können wir WISSEN. Wir können den Körper des Menschen sehen, aber wir können nicht den Menschen selbst sehen, denn das höchste Wesen im Menschen ist unsichtbar. Es kann nicht gesehen werden. Es kann nur gewusst werden. Aus demselben Grund können wir Gott nicht sehen, aber wir können um Ihn wissen, und wir können um die Natur Gottes wissen, indem wir um Seine Gesetze und Schöpfungsprozesse wissen.

Wenn wir die Natur Gottes hinreichend kennen, um Sein Wesen in uns zu spiegeln, werden wir Gott, in dem Ausmaß unserer Fähigkeit, Sein Wesen in uns zu spiegeln. Indem wir das Geheimnis des Lichtes kennen lernen, werden wir das Geheimnis von Leben und Tod kennen lernen  von Reinkarnation, von Materie und Raum und der Beziehung zwischen Sonnen und Planeten.
Je besser wir das Licht kennen, umso klarer werden wir erkennen, dass unser Zweck darin liegt, dieses Licht glorreich zu manifestieren. Jeder Moment des Lebens im Licht ist ein Moment der Verklärung im Gewahrsein unserer Allmacht bei der Manifestierung des Lichtes.
Den Sohn Toscaninis hat einmal jemand gefragt: Was war der Höhepunkt im Leben Ihres Vaters?' Die Antwort lautete: Jeder Punkt in seinem Leben ist sein Höhepunkt. Er lebt jeden Augenblick seines Lebens glorreich und in der Fülle, ob er ein Orchester dirigiert oder eine Orange schält.'

Das müssen wir tun, wenn wir die Zweckgerichtetheit des Lebens ganz erkennen es glorreich leben, indem wir es begeistert leben. Wir können es nur begeistert leben, wenn wir die begeisterte, ekstatische Natur Gottes kennen und wie Er werden, indem wir uns durch die Kommunion mit Ihm beständig inspirieren lassen. Damit wir wie Er werden können, muss uns bewusst werden, dass wir mit Ihm identisch sind. Wir müssen Ihn  und damit gleichzeitig uns selbst  als den Schöpfer all dessen erkennen, was ist.

(Walter Russell, Die Botschaft der Göttlichen Iliade)

 

Einheit in Gottes Licht

Ich werde es ganz einfach ausdrücken. Im Mai 1921 trug Gott mich empor zu einem Gipfel der Inspiration und intensiven Ekstase. Ein strahlender Lichtblitz trennte mein körperliches Empfinden von meinem Bewusstsein, und ich fand mich frei von meinem Körper und vollständig im Bewussteinsuniversum des Lichtes, das Gott ist.

Und dann sprach Gott zu mir: Siehe die Einheit aller Dinge in Meinem Licht, und die scheinbare Getrenntheit aller Dinge in den beiden Lichtern Meines geteilten Denkens. Siehe, dass Ich, das Ungeteilte, Unwandelbare, in allen geteilten Dingen bin und ihnen eine Mitte gebe, und ich bin außerhalb aller wandelbaren Dinge und lenke sie.

Und die Geheimnisse des Universums wurden mir in ihrer großen Einfachheit offenbart, da sich meinem Bewusstsein die Türen zum Licht voll und ganz öffneten. In weniger Zeit, als ich brauche, um es mit Worten auszudrücken, wusste ich alles, was es über die URSACHE aller Wirkungen zu wissen gab, denn es gab sehr wenig zu wissen. In jener Stunde war es, als würde die unbegrenzte Komplexität in dem sich drehenden Kaleidoskop plötzlich auseinandergenommen, und mir wurde gezeigt, dass die Gesamtheit seiner Illusion aus nicht mehr bestand als aus drei Spiegeln und ein paar Glasscherben. Genauso war das universale Kaleidoskop nicht mehr als sich bewegende Spiegelwellen von dualem Licht, die sich von ihrem Gleichgewicht in Gott, aus Dem alle schöpferischen Dinge entspringen, in elektrischen Oktavwellen ausdehnten, genau wie Ozeanwellen der ruhigen See entspringen.

(Glenn Clark: WALTER RUSSELL Vielfalt im Einklang)